Chansons in ihrem ursprünglichen Sinne sind Songs, die von Stimme und musikalischer Begleitung leben. Ebendrum sind die Musikstücke von Von der Katz also Chansons, selbst wenn man nach dem Konzert das Gefühl nicht los wird, dass man nicht alle Musikanten gesehen hat.

The Snake aus dem Jahre 1962 erfindet Aesops Fabel „Der Landmann und die Schlange“ neu. Mit einem Mädchen als Protagonistin erzählt der Text von Unvermeidlichem beim Liebesspiel mit fremden Herren.

„Faszinierend wie viele Stimmen diese Frau hat! Ich habe die ganze Zeit geschaut, ob nicht noch jemand hinter der Bühne singt.“ – Grit aus Berlin

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The Man who sold the world von 1970 ist laut Von der Katz eines der besten Lieder, die jemals geschrieben wurden. Ihre Version Die Frau, die die Welt verkauft ist inspiriert von Bowies Auftritt 1979 bei Saturday Night Live mit Klaus Nomi und Joey Arias im Background , sodass auch Herr von der Katzes beneidenswertes Falsett zur vollen Blüte kommt. Always Bowie!

„Bowie covern tun viele, sollten es aber nicht. Von der Katz tun es so originell, dass es schon wieder etwas völlig eigenes ist.“ – Anja aus Leipzig

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Die wunderschöne Schnulze Angel of the Morning wurde Mitte der Sixties für Connie Francis geschrieben, die den Song jedoch ablehnte, da er von einem One Night Stand erzählt, für den sich die Singende nicht schämt.

„Singt er etwa die hohe Stimme?“ – das Publikum im Allgemeinen

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White Room wurde 1968 von Cream veröffentlicht. Von der Katz interpretieren das Lied neu, weil Frau von der Katz Herrn von der Katz Anfang der Neunziger Jahre in einer Discothek im verträumten Saarland darauf hat tanzen sehen und unverzüglich eine Abneigung gegen selbigen entwickelte. Der Tanz des Herrn erinnerte an Don Quijote, der gegen Windmühlen kämpft (oder an die Windmühlen, die Don Quijote nicht ernst nehmen); außerdem war die Haarpracht des Herrn damals noch in voller Pracht und verdeckte die unvergleichbar schöne Nase des Ukulelespielers. Erst Jahre später traf man sich wieder und fiel in Liebe.

„Man glaubt gar nicht, was der Typ alles aus einer Ukulele herausholt!“ – Ein begeisterter Zuschauer aus dem Dantras, Berlin

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Velvet Underground’s sagenhaftes Venus in Furs performed von zweien, die wissen, worum es geht. Pure Psycheldelic verpackt in skurril befremdlicher Chansonmanier. Nur so kann man einen Groschenroman über SM-Fantasien auf deutsch bringen.

„Die mit Abstand beste VU Coverversion, die ich je gehört habe! Und hey, Nico wäre neidisch!“ – Thommy aus Berlin

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